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Satirischer Monatsrückblick Oktober 2017

von | Okt 30, 2017 | Satirischer Monatsrückblick

Der Oktober ist kurz und knapp zusammengefasst. In Berlin wird fleißig sondiert, wer nun mit wem regieren darf, soll und will.
Irgendwie hat man das Gefühl, das kann ruhig noch ein paar Monate so weiter gehen, denn so lange keiner regiert, läuft alles von alleine. Und das nicht unbedingt schlechter, im Gegenteil. Man vermisst irgendwie nichts.

Frau Merkel ist es ohnehin egal, wer wie mit wem und überhaupt. Hauptsache, sie darf wieder Oberhäuptling sein.
Opa Schlawutzke von nebenan freut sich schon, er geht davon aus, falls es zu einer Jamaika-Koalition kommt, wird kiffen legal.

Air-Berlin hat seine letzte Runde gedreht. Jetzt heißt es, auf die Bahn umsteigen. Die hat im Oktober die Namen ihrer neuen ICE-Flotte vorgestellt. Demnächst düst du mit „Albert Einstein“ oder „Bertha Benz“ durch die Gegend. Oder du fährst mit „Karl Marx“ nach Chemnitz.
Die Bahn hat die Züge nach bekannten toten, schon verstorbenen Persönlichkeiten benannt. Konrad Adenauer, Willy Brandt, Heinrich Heine – alle schon tot. Erich Kästner, Thomas Mann, Oberschwaben… Gut, Oberschwaben ist keine Persönlichkeit, aber dafür ziemlich tot.

Ich hätte ja die Züge nach lebenden Personen benannt. Mein Lieblingszug hieß ICE „Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg“.
Da bekäme jeder Waggon einen eigenen Namen. Das Bordrestaurant hieß „zu“.
Wenn du auf dem Weg zur ICE-Toilette deinen alten Kumpel triffst, bekämen selbst banale Gespräche wieder ihren Reiz. „Grüß dich Gerd, lange nicht gesehen. Wo sitzt du eigentlich?“ – „Ich bin hinten im Philipp – und du?“ – „Ich steck vorn in der Maria.“

In Spanien haben die Katalanen im Oktober für die Unabhängigkeit Kataloniens gestimmt. Man stelle sich das in Deutschland vor. Die Bayern spalten sich vom Rest des Landes ab und gründen eine eigene Republik.
Für den FC Bayern würde sich nicht viel ändern. Die würden auch weiterhin immer wieder Meister werden, spielten dann aber mit Unterhaching und Regensburg in einer Liga.
Politisch gesehen wäre es jedoch undenkbar. Dann fehlten der CDU bei der Bundestagswahl die ganzen Stimmen der CSU. Und da sähe es noch finsterer aus. Allerdings wären sie immer noch Sieger und Mutti könnte trotzdem den Oberhäuptling geben.

Warten wir ab, was der November schönes bringt. Und falls es zu trüb wird, erhellen Sie sich Ihren Tag selbst mit einem kleinen Trick: Immer schön lächeln!


Fotos: von ETHZ Swissairarchiv (ETHZ Swissairarchiv) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons; von Unbekannt (http://www.aeria.phil.uni-erlangen.de/) [Public domain], via Wikimedia Commons; von SteveK (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons;Armin Linnartz [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons; Alexas_fotos

Spruch des Monats

„Mit Vegetariern muss man dann diskutieren, wenn sie eine Wurstfabrik geerbt haben.“

Danny Kaye