Satirischer Monatsrückblick Oktober 2019

von | Okt 31, 2019 | Satirischer Monatsrückblick

Der goldene Oktober ist um. Für einige war es eher ein schwarzer Oktober. Zum Beispiel für die CDU in Thüringen. Eine abgewandelter Witz eines Kollegen beschreibt die Lage ziemlich treffend: „Haben Sie zu Hause gut abgeschlossen? – Die CDU bricht gerade überall ein.“

Wahrscheinlich hat sich die CDU gedacht, was die SPD kann, können wir schon lange. Und da haben die Christdemokraten bei der Wahl in Thüringen einen Einbruch hingelegt, dass die Sozis vor Neid blass wurden. Aber keine Angst, liebe SPD, im Einbrechen seid ihr die unangefochtene Nummer eins.

Die SPD suchte im Oktober weiter fleißig eine Doppelspitze. Warum sie unbedingt zwei Menschen an der Spitze haben möchte, weiß ich nicht. Vielleicht denkt die SPD, in der Politik ist es wie in Mathe: Minus mal Minus ergibt Plus. Also auf die SPD übertragen: Niete plus Niete ergibt ein Freilos – oder so ähnlich.

Wussten Sie, dass wir am 17. Oktober den „Welttag zur Überwindung der Armut“ hatten? (Ebenfalls im Oktober hatten wir übrigens den Weltspartag – vielleicht gibt es da ja Zusammenhänge. Nach der Devise: Wer viel spart, landet in der Altersarmut.)

In Schweden demonstrieren seit Wochen Seniorinnen gegen die Altersarmut. Kann man sich in Deutschland nicht vorstellen. Der in Altersarmut dahindümpelnde Rentner in Deutschland lässt sich von der häuslichen Krankenpflege Herztropfen verabreichen und geht Prospekte verteilen, um die Rente etwas aufzustocken. Aber doch nicht demonstrieren. Am Ende bleibst du mit deinem Rollator noch in einem Schlagloch hängen.

Nein, ziviler Ungehorsam, darin ist der Deutsche nicht trainiert. „Die da oben werden schon wissen, was sie machen, gell?“, ist das Top-1 Argument gegen zivilen Ungehorsam. Gefolgt von: „Kritisieren bringt doch nichts. Man darf nicht immer so schwarzsehen.“

Schwarz sieht jedoch der Bund der Steuerzahler, denn der hat im Oktober das sogenannte Schwarzbuch 2019 mit Steuergeldverschwendungen veröffentlicht.
Und damit hier mal endlich richtig Stimmung in die Bude kommt, präsentiere ich Ihnen die drei lustigsten Steuergeldverschwendungen des Jahres 2019.

Nummer 1: Im Landkreis Passau (Bayern) wurde für 93000 Euro eine Brücke für Haselmäuse errichtet.
Nummer 2: In Rheinland-Pfalz wurden 20 Luchse ausgesetzt. Inklusive Luchsmanagementplan mit detaillierten Anweisungen zur Konfliktbewältigung und einem deutsch-französischen „Luchsparlament“ betragen die Kosten 2,75 Mio Euro.
Nummer 3: Im Kreis Köthen (Sachsen-Anhalt) wurden während der Zeit der Krötenwanderung Schutzzäune und Schilder errichtet, um die vom Aussterben bedrohte Wechselkröte zu erhalten. Kostenpunkt inklusive eines Prospektes mit dem Titel „Köthen für Kröten“: 275000 Euro.

Und jetzt können Sie, liebe Leserin, lieber Leser etwas gewinnen!! Eine der drei Steuergeldverschwendungen ist frei erfunden (also Fake-News im Monatsrückblick – hahaha). Wer errät, welche es ist, bekommt ein handsigniertes Präsent. Einfach eine Mail mit der Nummer schicken.
Sie können das Präsent dann teuer verkaufen und das Geld anlegen, sparen, verprassen… oder als Altersvorsorge nutzen.

Kommen Sie gut in den November. Und falls Sie schwarzsehen, dass der graue November noch ein paar goldene Tage bereithält: Immer schön lächeln!


Spruch des Monats

„Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“

Kurt Tucholsky