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Monatsrückblick Juli 2012

Nun widme ich mich exklusiv in meinem satirischen Monatsrückblick mal einem ganz banalen irdischen Ding. Dem Loch! Nicht der großen oder kleinen Politik, nicht der ein oder anderen Absurdität, sondern schlicht und einfach dem Loch.

Wissen Sie, was ein Loch ist? Drauf gekommen bin ich durch ein Phänomen, welches jedes Jahr im Juli wiederkehrt: das Sommerloch.
Rein objektiv betrachtet kann man sagen, Sommerloch ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach. Laut Wiktionary gibt es sogar einen Plural, das sind dann die Sommerlöcher, die haben allerdings wenig mit der pfälzischen Gemeinde zu tun.

Sommer an sich lässt sich ja auch noch leicht definieren. Sommer, das sind die Tage im Jahr, an denen der Regen wärmer als 17 Grad ist. Oder wenn man in Norddeutschland vermummte Gestalten in offenen Fahrzeugen – genannt Cabrios – sitzen sieht, das ist Sommer.

Viel schwieriger ist es da bei „Loch“. Was ist das?
Ist es nur eine Vertiefung oder durchgängig? Muss es rund sein oder kann es auch andere Formen annehmen. Kann es fliegen? Wie beseitigt man es oder steht es gar unter Naturschutz?

Wenn meine Frau mir Löcher in den Bauch fragt, habe ich dann Löcher im Magen? Ein Loch im Magen haben – das würde ja bedeuten, ich habe einen Mordskohldampf.
Dabei regt das nicht gerade meinen Appetit an, wenn mir meine Frau eine Frage nach der anderen stellt. Da bin ich satt. Aber jetzt schweife ich zu sehr ab.

Die Benzinpreise reißen mir eins in den Geldbeutel, mein Auto säuft wie eins und als Student hab ich sogar mal in einem gewohnt. Was aber bitteschön ist nun genau ein Loch? Wie definiert man es?
Laut Wikipedia ist es ein Hohlraum in einem Material. Also Luft mit ein bisschen was drum rum. Wie kann ich aber ein Loch in die Luft starren, wenn ein Loch ja schon Luft ist?
„Ein Loch ist ein Nichts, das Materie drumherum hat.“ So definiert es Stupidedia.

Die meisten Menschen tun sich beim Herstellen von Löchern schwer. Dabei ist es ganz einfach. Reißt man ein paar Latten vom Zaun, hat dieser ein Loch.
Als Kind haben wir zwei Latten vom Nachbarzaun abgerissen und sind dann durch das Loch in Nachbars Garten gekrochen. Zusammen mit meinem Kumpel Hannes haben wir dann bei Opa Schlawuttke Kirschen geklaut.

Irgendwann hatte mir Hannes mit einer der abgerissenen Zaunlatten eine drübergesemmelt und hat mir dabei zwei Zähne ausgeschlagen. Da hatte ich dann – Genau (!) – eine Zahnlücke. Wieso eigentlich? Wieso heißt es Loch, wenn am Zaun zwei Latten fehlen und Lücke wenn im Gebiss zwei Zähne fehlen?

Dabei tut es mächtig weh, wenn man ein Loch im Zahn hat, obwohl ein Loch ein Nichts ist und Nichts ja nicht wehtun kann. Mal ganz abgesehen davon, dass Hannes nicht alle Latten am Zaun hatte, weil er mir mit einer Zaunlatte zwei Zähne ausgeschlagen hat.
Aber genug jetzt mit dieser Abhandlung über das Loch.

Vielleicht fragen Sie sich gerade, was hat das alles mit dem satirischen Monatsrückblick Juli zu tun? Richtig! Im Juli begannen die Olympischen Sommerspiele in London. Und das Symbol der Olympischen Spiele sind die Olympischen Ringe. – Wieso eigentlich Ringe? Das sind doch Löcher!!!

Nein, keine Angst, ich fange nicht wieder von vorne an. Wahrscheinlich heißt es nur deshalb Olympische Ringe, weil Olympische Löcher ziemlich doof klingt. Obwohl unsere Athleten ja in ein ziemliches olympisches Loch gefallen sind, nachdem sie in den ersten Tagen fast nix gewonnen haben. Aber dazu vielleicht mehr im Rückblick August.

Welches Loch Ihnen auch immer begegnet oder in welches Sie auch fallen mögen, auf jeden Fall: Immer schön Lächeln!

Abstand unten!