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Monatsrückblick Dezember 2011

Na, wie hat Ihnen der Dezember gefallen? War doch herrlich. Freie Autobahnen, pünktliche Züge, die ersten Krokusse blühen.
Nein, mal ehrlich, so richtig wollte der gepanschte Billig-Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bei diesen Temperaturen nicht schmecken. Dann schon lieber zur Holländischen Frittenbude. Was die auf dem Weihnachtsmarkt zu suchen hat? Keine Ahnung!

Aber wen interessiert das schon. Hauptsache der Rubel rollt, das freut den Einzelhandel und allen voran die Kanzlerin. Denn in Deutschland boomt es, dass es nur so kracht. Wirtschaftswunder hier, kaum noch Arbeitslose da. Uns geht es so gut wie lange nicht. Blöd nur, dass niemand so recht dran glauben will, was uns merkelgesteuerte Medien als Wahrheit unterjubeln wollen.

Laut Umfragen wissen immer mehr Leute immer weniger, was Weihnachten überhaupt bedeutet.

Bei uns sieht das immer so aus. Vier Wochen hechelt man auf Heilig Abend zu – das nennt man dann Advent. Und dann geht alles ganz schnell: Am Nachmittag kommen Onkel Hans und Tante Inge. Während wir Kaffee trinken, pfeifft sich Onkel Hans erst einmal eine halbe Flasche Cognac rein. „Damit das Christkind auch den Weg findet.“ Sagt er immer. Verstehen tue ich das nicht.
Dann gibt’s Kartoffelsalat und Würstchen, Geschenke auspacken, fertig. Den Rest des Abends verbringen wir vor der Glotze und ziehen uns den Horror-Thriller rein. Onkel Hans gönnt sich den Rest der Cognac-Flasche. „Weil das Christkind so fleißig war.“ Und um Mitternacht bekommt er von der ganzen Sauferei einen Mordshunger und wir müssen ihn davon abhalten, das Lametta von Baum zu essen, welches er für tschechische Bandnudeln hält.

Nein, ist natürlich glatt gelogen.
Doch wen wundert es, wenn Kinder auf die Frage, was Weihnachten bedeutet, antworten: „Das ist der Todestag vom Weihnachtsmann!“ (Quelle: FAZ)
Woran sollen sich Kinder und Jugendliche orientieren? In einem Land, in dem Daniela Katzenberger bekannter ist als der Bundesgesundheitsminister. (Oder fällt ihnen bei dem Namen Daniel Bahr ein Gesicht ein?)
Wo du als Jugendlicher völlig verzweifelt bist, weil du dank medialer Berichterstattung das Gefühl hast, du kannst dich nur für zwei Lebenswege entscheiden: Werde ich wie die Geissens oder wie die Guttenbergs? Bekloppt oder Verlogen. Das ist nicht wirklich eine Alternative. Und „alternativlos“ ist ja auch das Unwort des Jahres und Lieblings-Motto unserer Kanzlerin.

Und dann stellt unser Bundespräsident seiner feschen Bettina auch noch ein Häuschen nach Burgwedel, welches er über Vitamin-B mit einem Schnäppchenkredit finanziert hat. Woran sollst du dich als junger Mensch also orientieren, wenn selbst der erste Mann im Lande lügt wie einst das Zetralorgan der SED und Groß-Ganoven wie Herrn Maschmeyer zu seinen engsten Freunden zählt?

Unsere ehrgeizige Frau Katzenberger…äh… Frau Merkel findet das natürlich prima. Denn während sich alle auf Herrn Wulff stürzen, fragt niemand, was für ein beschissenes Jahr sie auf dem Buckel hat. Und es fragt erst recht niemand, welche Probleme Deutschland wirklich hat und noch haben wird. Und wen interessiert da schon, was Weihnachten bedeutet?

Es kommt der Zahnersatz mit 67 und die Rente wird teurer…äh…umgekehrt natürlich. Gas und Strom werden auch…na Sie wissen schon. Die Franzosen führen sogar eine Cola-Steuer ein.

PS: Daniela Katzenberger ist übrigens nicht so dumm, wie es von den Medien immer dargestellt wird. Sie hat auf ihrer Homepage eine Rubrik „Persönliches & Philosophisches“.
Hier ein kleiner Auszug daraus:

„Wie ich mir meinen Erfolg erkläre: Ich bin wie ich bin, ehrgeizig und ehrlich!
Diese Schlagzeile will ich unbedingt eines Tages über mich lesen: Katze ist Bundeskanzlerin!„

Hoffen wir, dass sich doch nicht von jedem alle Wünsche erfüllen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes, frohes und humorvolles Jahr 2012! Und immer schön lächeln!

Abstand unten!