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Monatsrückblick November 2010

Ja das war ja ein heißer November. Also eigentlich war er sehr kalt. Aber nach dem dritten Glühwein war’s dann heiß. Naja, Sie wissen, was ich meine. Und nach dem vierten Glühwein verträgt man sogar die Haushaltsdebatte im Bundestag.
War das lustig. Haben wir jetzt bei uns in der Familie auch eingeführt: Haushaltsdebatte. Da reden wir dann auch über das Geld, das wir ausgegeben haben, bevor wir es überhaupt einnehmen konnten, und das wir jetzt sparen, obwohl wir es verpulvert haben und es schon gar nicht mehr da ist, aber das weniger als sonst, und unterm Strich bleibt dann mehr Nichts als letztes Jahr. Naja, oder irgendwie so.

Es sieht doch sowieso kein Mensch mehr durch. Neulich fragte in einer Fernsehsendung Frau Not aus Gang: „Mein Mann ist so heiß? Muss ich jetzt Brennelementesteuer zahlen?“
Ich bitte Sie, wo sind wir denn hingekommen, dass eine Regierung es schafft, dass das Volk jetzt sogar am Hirn spart.

„Wir haben mit Erfolg mehr Netto vom Brutto durchgesetzt“ so jodelte die oberste FDP-Schnepfe Frau Homburger in die Mikros des Bundestages. Is doch komisch. Jeder hat weniger in der Tasche und doch haben alle mehr. Da stimmt doch was nicht. Ich kann’s ohnehin nicht mehr hören. Mehr Netto vom Brutto, mehr Aldi vom Lidl, mehr Suppe vom Kasper. Ist doch eh alles wurscht.
Und dann legt sie noch nach. „Deutschland ist das Comeback des Jahres 2010.“ Was issen das für ein Satz, Frau Homburger? Ein Land kann doch kein Comeback sein. Das Kraut, was in der FDP geraucht wird, möchte ich auch gern mal haben. Comebacks machen runtergekommene Musiker wie Take That, Gunter Gabriel und Herbert Grönemeyer, aber doch nicht Deutschland.
Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen dem Christentum und der FDP? – Das Christentum predigt die Armut, die FDP verwirklicht sie. Hahaha, der war gut, oder?

Die Grünen melden Mitgliederrekord: 51 822 Mitglieder. Nur mal zum Vergleich: Schalke 04 hat 87 000. Und – nützt es ihnen was?
Bis vor einigen Wochen konnte man sich nichts Schlimmeres als Mutti Merkel vorstellen. Jetzt auf einmal schon: Claudia Roth!
Können Sie sich die Grünen als Regierungspartei vorstellen? Claudia Roth als Kanzlerin? Kinder sitzen schreiend vor dem Fernseher: „Mama, wer ist die Tante im bunten Kleid?“

Und dann gab’s auch noch Terrorwarnungen im November. Jede Menge. Hatten Sie Angst? Auf so einen Selbstmordattentäter warten im Paradies 72 vollbusige Jungfrauen. Das Problem ist nur, so eine Bombe lässt nicht viel übrig von einem. Mal unter uns: Das muss ja auch kein schöner Anblick für die Jungfrauen sein, oder? Was soll das überhaupt? Was nutzen Dir 72 Hennen wenn du selbst schon Hühnerfrikassee bist?

Das ganze Volk ist verunsichert. Überall Polizei, sogar auf dem Weihnachtsmarkt. Dabei ist der gepanschte billige Glühwein Zehnmal gefährlicher als jeder Attentäter. Fünf Gläser und es zerreißt dir den Schädel, dass jeder Taliban vor Neid erblasst.
In Deutschland dürfen auch keine palästinensischen Sekretärinnen mehr arbeiten. Die schaffen nämlich 200 Anschläge pro Minute.

Die Sicherheit des Staates ist wichtig. Also die Staatssicherheit … äh, naja, Sie wissen, was ich meine. Ich hab neulich geträumt, jeder wird vom BND verhört. Rein routinemäßig. Ohne Folter. Ich saß mit Renate Künast in einer Zelle. (Also doch Folter). Ich wurde angeklagt wegen Tragens einer scharfen Zunge auf öffentlichen Plätzen. Dann kommt Gesine Schwan und will mir einen Zahn ziehen. Aus dem Gefängnisradio hör ich die Stimme von Guido Westerwelle: „Niemand will hier eine Mauer bauen – hier nicht, sondern…“
Und dann bin ich schweißgebadet aufgewacht.

Glauben Sie mir, meine größte Angst ist eine ganz andere: Irgendwann fangen wir an, an der holländischen Grenze eine Mauer zu baun. Und dann holt Mutti Merkel das FDJ-Hemd raus und sagt: „So, das war’s. Ich hab keine Lust mehr auf Bundeskanzlerin. Ich will jetzt Staatsratsvorsitzende sein. Ich mach jetzt einen auf Sozialismus. Da meckert wenigstens keiner rum.“ Und die neue Staatsflagge wird eine alte Geiß, die auf einem Stuhl sitzt…nee…Halt! Nicht eine alte Geiß, sondern Heiner Geißler. – Ach, ich weiß doch auch nicht. Das muss am Glühwein liegen. Heiß, gell?

In diesem Sinne. Rutscht gut in den Dezember und lasst euch reich beschenken. Und wenn euch schon nicht zum Lachen ist, dann tut’s für die anderen. Die freuen sich. Also, immer schön Lächeln!