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Monatsrückblick Januar 2013

Ein Aufschrei ging im Januar durchs Land. Die FDP hat mit geborgten Stimmen bei den Wahlen in Niedersachsen über 9% erreicht. Fast so viel Prozent wie der Lieblingswein von Rainer Brüderle.

Und nun sorgt genau dieser Rainer Brüderle für den nächsten Aufschrei! Ganz Deutschland fragt sich:
Hat er nun? Oder hat er nicht? Der Brüderle! Also hat er nun der „Stern“-Journalistin Laura Himmelreich auf den Busen gestarrt und gesagt: „Sie können ein Dirndl auch sehr gut ausfüllen“?
Eins ist klar, Guido Westerwelle wäre das nicht passiert.

Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, wie der lustsabbernde FDP-Greis an die Pforte der Frau Himmelreich klopfen wollte. Im Suff natürlich. Nüchtern würde er so etwas nie machen.

Und nicht wenige Hobby-Grabscher werden ihn in Schutz nehmen: „Was kann der Brüderle dafür, wenn der Weinberg des ‚Stern‘ ihm solch verbotene Früchte vor die Nase hängt.“
Oder: „Wer zu tief ins Glas schaut, verirrt sich schon mal mit den Augen in den Tiefen des Dekolletes der Nachbarin.“

Da hat Laura Himmelreich etwas in Gang gesetzt. Alle reden über sexuelle Belästigung. Und selbst Herr Brüderle, dieser fleischgewordene Weinstock, bekommt nun zu spüren, es rächt sich, wenn jemand seine Iris auf die Laura richtet. Nicht jedem ist eben ein Blick ins Himmelreich vergönnt.

„Sie können ein Dirndl auch sehr gut ausfüllen“. Diese Worte müssen aus dem Munde Brüderles ungefähr so klingen: „Siekönneeidinndlauseguausfülle“.
Die eigentliche Leistung von Frau Himmelreich besteht doch darin, dass sie Brüderle überhaupt verstanden hat. Er ist ja sozusagen die Inkarnation des Nuschelns. Den versteht man kaum, wenn er nüchtern ist, also falls er mal nüchtern ist. Geschweige denn, besoffen an der Hotel-Bar.

Doch damit nicht Aufschrei genug. Mein persönlicher Januar-Aufschrei hat nichts mit sexueller Belästigung zu tun, sondern eher mit akustischer Heimsuchung: Heino schlägt zurück! Jawoll! Der Heino, der früher vom blauen Enzian, den schwarzen Barbaras und irgendwelchen Haselnüssen gesungen hat. Das Sturmgewehr der Volksmusik, einst verschrien als das Brechmittel der Nation.

Alle haben sie damals über ihn gelästert. Alle! Und nun rächt er sich mit seiner neuen CD „Mit freundlichen Grüßen“. Er interpretiert darauf Lieder von Grönemeyer, Rammstein und anderen. Er singt zum Beispiel das Lied „Junge“ von den Ärzten (siehe unten!).

Wirklich wahr! Heino covert Punk-Bands. Doch die alten Rock-Opas von Rammstein & Co verstehen keinen Spaß und haben schon Anwälte eingeschaltet. Gibt es etwas Peinlicheres? – Gibt es: Das Parteiprogramm der FDP. Und damit schließt sich der Kreis.

Starten Sie also gut in den Februar und denken Sie dran: Immer schön lächeln!

Abstand unten!